Gedruckte Frontplatte
Die Rückseite der noch unbestückten Front zeigt die gedruckten Befestigungspunkte und Dome für Display, Tasten und Schalter.
Was als Idee für eine komfortable Bedienung der vorhandenen Wasser-Zusatzheizung begann, wurde zu einem eigenen Projekt aus Arduino, RTC, Relaistechnik, Software und 3D-Druck – vollständig in den ehemaligen Aschenbecherschacht integriert.
Die Grundidee stand früh fest: ein blaues 2×16-LCD, fünf Tasten und ein Hauptschalter sollten genau dort sitzen, wo vorher der Aschenbecher war. Dahinter musste genug Platz für Controller, Echtzeituhr, Relais und Verkabelung bleiben. Der erste Entwurf des Projekts zeigt bereits die Richtung, aus der später das reale Bedienpanel entstand.
Auch die Front entstand nicht in einem Schritt. Ausschnitte, Displayposition, Befestigungspunkte, Tasten und Schalter wurden zunächst am gedruckten Teil ausprobiert und anschließend Stück für Stück an die reale Hardware angepasst.
Die Rückseite der noch unbestückten Front zeigt die gedruckten Befestigungspunkte und Dome für Display, Tasten und Schalter.
Das 2×16-LCD wurde zunächst probeweise aufgelegt, um Position, Ausschnitt und Befestigungspunkte am realen Modul zu kontrollieren.
Nach der Anpassung konnte das Display über die vorgesehenen Dome fest mit der Frontplatte verschraubt werden.
Von vorne sind nun LCD, Beschriftung und Hauptschalter eingesetzt – damit ist die spätere Optik des Bedienpanels bereits gut erkennbar.
Das fertige Bedienpanel sitzt im ehemaligen Aschenbecherschacht direkt neben der Climatronic.
Frontpanel, Träger und Elektronik wurden anschließend gemeinsam weiterentwickelt und aufeinander abgestimmt.
Die Relaisplatine bekam einen eigenen mechanischen Platz, damit Leistungsebene und Bedienpanel sauber getrennt bleiben.
Arduino, DS1307-Echtzeituhr und Versorgung wurden auf der Hauptplatine zusammengeführt.
Startsequenz, Hauptanzeige, Timer, Menüs und Bedienlogik wuchsen mit jeder Softwareversion weiter.
Status und Restlaufzeit werden direkt im Display angezeigt; die Bedienung erfolgt über ESC, −, +, OK und M.
Der aktuelle Stand sitzt direkt neben der Climatronic und wirkt wie ein fester Bestandteil des Armaturenbretts.
Für den Einbau entstand neben dem eigentlichen Steuergerät auch ein eigener Y-Kabelbaum. Damit wird die Steuerung sauber in die vorhandene Fahrzeugelektrik eingebunden, ohne den originalen Kabelbaum unnötig zu verändern. Die notwendigen Dioden wurden direkt in den Kabelbaum integriert und die Abzweige anschließend sauber isoliert.



Vor dem endgültigen Betrieb wurde auch die Heizungsseite selbst überarbeitet: Der T4 bekam eine neue Wasserzusatzpumpe, die D3WZ wurde überholt und erhielt unter anderem eine neue Glühkerze. Der erste Testlauf bei laufendem Motor verlief erfolgreich.
Mit dem aktuellen Softwarestand wurde nicht nur die Bedienlogik erweitert, sondern auch die Displaybeleuchtung grundlegend umgebaut. Die Hintergrundbeleuchtung des 2×16-LCD wird jetzt per PWM angesteuert. Dafür wurde der bisher für die Climatronic verwendete Ausgang von D9 auf D8 verlegt; D9 steht seitdem als PWM-Ausgang für die LCD-Beleuchtung zur Verfügung.
Für die Dimmung stehen die Betriebsarten Aus, Uhrzeit und Sonne zur Verfügung. Im Sonnenmodus berechnet die Steuerung aus Datum und hinterlegten Koordinaten den Sonnenauf- und Sonnenuntergang. Damit kann die LCD-Helligkeit automatisch zwischen Tag- und Nachtbetrieb wechseln, ohne einen zusätzlichen Helligkeitssensor zu benötigen.
Die Koordinaten lassen sich direkt am Bedienpanel Ziffer für Ziffer eingeben, einschließlich N/S und E/W. Ist die Sonnenberechnung aktiv, erscheint das Sonnensymbol direkt in der Hauptanzeige – wie auf dem Foto zu sehen.
Die beiden aktuellen Videos zeigen den Test der inzwischen im Fahrzeug angeschlossenen Standheizungssteuerung und den realen Betrieb des Systems.
Die DS1307-Echtzeituhr liefert die Zeitbasis, fünf Timer ermöglichen automatische Starts mit Wochen- und Tagesauswahl, die Climatronic kann zeitverzögert zugeschaltet werden und die Wasserpumpe läuft nach dem Abschalten kontrolliert nach.
Dazu kommen Betriebsstunden- und Startzähler, Sommer-/Winterlogik, PWM-Displaydimmung, Sonnenberechnung, Diagnose- und Relaistest sowie geschützte Servicemenüs. Software, Elektronik und Mechanik wurden dabei gemeinsam weiterentwickelt.